{"id":389,"date":"2013-04-19T19:06:05","date_gmt":"2013-04-19T17:06:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/?page_id=389"},"modified":"2013-04-19T19:06:05","modified_gmt":"2013-04-19T17:06:05","slug":"dorffest-2003","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/?page_id=389","title":{"rendered":"Dorffest 2003"},"content":{"rendered":"<p>Die Rheinpfalz \u2013 07.07.2003<\/p>\n<h2>80 Einwohner, 40 Helfer und jede Menge G\u00e4ste<b> <\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u201eDie Pfalz feiert&#8220; lautet das Thema des diesj\u00e4hrigen Fotowettbewerbs f\u00fcr RHEINPFALZ-Leserinnen und -Leser, bei dem es eine Digitalkamera sowie Geldpreise im Wert von insgesamt 1500 Euro zu gewinnen gibt. Gesucht sind die sch\u00f6nsten Schnappsch\u00fcsse von Menschen in der Pfalz, die zum Feiern zusammengekommen sind. Parallel dazu berichten wir, wie in der Pfalz gefeiert wird. Heute geht es ums Dorffest in <b>P\u00f6rrbach<\/b>, einem kleinen Ort im Kreis Kaiserslautern.<\/span><b><\/b><\/p>\n<p>Von unserer Redakteurin Anke Herbert<b><\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u201eM\u00e4nner heulen ja sonst so selten.&#8220; Gudrun Lindner darf das, den Schalk im Nacken, sagen. Ist es doch Ehemann Walter, der ihr in einer Garage in P\u00f6rrbach, einem rund 80 Einwohner z\u00e4hlenden Ortsteil von Schwedelbach (Kreis Kaiserslautern), gegen\u00fcbersitzt und Berge von Zwiebeln hackt. Allerdings: Der 57-J\u00e4hrige weint nicht. Daf\u00fcr f\u00e4rben sich die Augen einiger Frauen in seiner N\u00e4he rot. Was den Blick auf die Pellkartoffeln, die gesch\u00e4lt werden wollen, leicht tr\u00fcbt.<b><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Einen Zentner &#8222;Rohware&#8220; hatte G\u00fcnter Heinz, Vorsitzender des f\u00fcrs P\u00f6rrbacher Dorffest verantwortlichen Heimatvereins, am Samstagmorgen auf die Haushalte verteilt. &#8222;Jeder kocht mindestens einen Topf, dann kommen wir zusammen und pellen sie gemeinsam, am Ende stehen Bratkartoffeln&#8220;, erl\u00e4utert seine Frau Monika den Vorlauf des Dorffests, das seit Mitte der 80er Jahre gefeiert wird und mit dem ersten Julisonntag mittlerweile einen festen Termin hat. Wie gestern eben.<b><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Nicht nur die Kartoffeln wurden zuvor verteilt. &#8222;Auch 70 Kilo Schwenkbraten und 30 Kilo Bratwurst&#8220;, z\u00e4hlt Monika Heinz auf, von Wurst- und Krautsalat oder gefrorenen Pommes ganz zu schweigen. W\u00e4hrend das Essen am Samstag vorbereitet wurde, steht der Gro\u00dfteil der Organisation schon l\u00e4nger. \u00dcber 100 Mitglieder hat der Heimatverein, 80 Einwohner P\u00f6rrbach, mindestens 40 Helfer werden gebraucht. &#8222;Die kommen nicht alle aus dem Ort, wir haben auch Mitglieder aus Nachbargemeinden wie Schwedelbach oder Erzenhausen&#8220;, erkl\u00e4rt G\u00fcnter Heinz die Rechnung. &#8222;Wer zuzieht, ist automatisch mit dabei&#8220;, meint Ulrike Geib und lacht. Sie und ihr Mann Gunter, der mittlerweile auch Zwiebeln schneidet, leben seit acht Jahren in P\u00f6rrbach. In drei Schichten sorgen die Helfer daf\u00fcr, dass alles klappt: vom Bierzapfen bis zum Kuchenverkauf.<b><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">G\u00fcnter Heinz erz\u00e4hlt auch \u00fcber den Ursprung des Fests: Vom damaligen P\u00f6rrbacher Gastwirt angeregt, gefiel es allen so gut, dass es zum festen Bestandteil im Dorfleben wurde. &#8222;Das st\u00e4rkt die Gemeinschaft, und es ist eine Superwerbung&#8220;, bringt Walter Lindner es auf den Punkt. Fast schw\u00e4rmerisch erz\u00e4hlt er, dass vieles schon ganz automatisch laufe. Wie die Kuchen, die die Leute im Dorf, &#8222;auch Nichtmitglieder&#8220;, einfach so backen und am Festtag ohne gro\u00dfe Worte abliefern w\u00fcrden. Ums Geldverdienen geht es ohnehin nicht: Zum einen sind die Preise zivil, zum anderen wird der \u00dcberschuss f\u00fcr etwas verwendet, das allen zugute kommt. Wie Ruheb\u00e4nke f\u00fcr den Friedhof im vergangenen Jahr. Und weil es seit l\u00e4ngerer Zeit keinen richtigen Festplatz mehr gibt, feiern die P\u00f6rrbacher mit ihren G\u00e4sten in Garagen, auf dem B\u00fcrgersteig und der Dorfstra\u00dfe. Am fr\u00fchen Sonntagmorgen wird sie gesperrt, ein kleines Zelt aufgebaut. Egal, wie lange am Abend zusammen gesessen wird: Danach muss die Ortsdurchfahrt wieder ger\u00e4umt sein. &#8222;Wir nehmen uns meist am Montag frei&#8220;, meint G\u00fcnter Heinz, auf den heute also auch noch Aufr\u00e4umarbeit wartet.<b><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Tradition ist es mittlerweile auch, dass das Fest mit einem evangelischen Gottesdienst beginnt. Im kleinen Festzelt, denn eine eigene Kirche hat P\u00f6rrbach nicht. &#8222;Danke f\u00fcr die Vorfreude, die uns jetzt ganz erfasst hat&#8220;, meint denn auch Wolfgang Schumacher, Pfarrer beim Evangelischen Presseverband in Speyer, kurz nach 10 Uhr. Er vertritt Gemeindepfarrerin Dorothee W\u00fcst, die auf Konfirmandenfreizeit in Trier ist. Den Besuchern gef\u00e4llt&#8217;s, und hinterher gibt es frisch gezapftes Bier und die ersten Steaks.<b><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Gut drei Stunden sp\u00e4ter wird Bernd Domanetzki die Pferde einspannen. Dann stehen Kutschfahrten f\u00fcr die Kinder an. Noch ist der Himmel bedeckt, Walter Lindner aber zuversichtlich: &#8222;Mit einer Ausnahme hatten wir es beim lieben Gott immer gut stehen.&#8220; Es sollte auch am gestrigen Sonntag so sein.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rheinpfalz \u2013 07.07.2003 80 Einwohner, 40 Helfer und jede Menge G\u00e4ste \u201eDie Pfalz feiert&#8220; lautet das Thema des diesj\u00e4hrigen Fotowettbewerbs f\u00fcr RHEINPFALZ-Leserinnen und -Leser, bei dem es eine Digitalkamera sowie Geldpreise im Wert von insgesamt 1500 Euro zu gewinnen gibt. Gesucht sind die sch\u00f6nsten Schnappsch\u00fcsse von Menschen in der Pfalz, die zum Feiern zusammengekommen &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/?page_id=389\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":387,"menu_order":1,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-389","page","type-page","status-publish","hentry","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=389"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":390,"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/389\/revisions\/390"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.xn--heimatverein-prrbach-hbc.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}